|
Am
18.November 1934 trafen sich im Restaurant Friesen um 11.00 Uhr die sieben
Angelsportfreunde
Peter Herkenrath
Heinrich Jochums
Heinrich Kleinbongardt
Willi Jochums
Heinrich Gräfen
Alfred Pohl
Heinrich Pauls
um
einen Angelsportverein ins Leben zu rufen.
Einstimmig zum „Vereinsführer“ wurde Kollege Herkenrath gewählt, der die
anderen Gründungsmitglieder zu seinen Mitarbeitern bestimmte.
Erstes Vereinsgewässer war das „Schmitzen Meer“, der heutige südliche Teil
des Repelener Meeres. Später kam dann das „Viegen Meer“, dass heutige
Repelener Meer im Park, dazu. Das Geld damals schon recht knapp war, geht
daraus hervor, dass Kollege Jochums dem Verein die Pacht für 3 Monate
geliehen hat. Der erste Vereinsbeitrag wurde pro Mitglied auf 0,50 RM
monatlich festgesetzt, ab 1936 auf 1,00 RM monatlich.
Der Pflege und Hege der Gewässer kam schon damals große Bedeutung zu. In dem
Vereinsbeschluß vom 25.01.1942 heißt es: „An der Säuberung des Gewässers
haben sich alle Sportkameraden zu beteiligen. Wer nicht mitmacht, bekommt
die Angelerlaubnis entzogen.“
Während der Kriegszeit ruhte das Vereinsleben. In der ersten
Mitgliederversammlung nach dem Krieg am 23.09.1945 wurde Alfred Pohl zum 1.
Vorsitzenden gewählt. Unter Berücksichtigung der gefallenen Kameraden und
der erfolgten Neuaufnahmen hatte der Verein 25 Vereinsmitglieder. Alfred
Pohl übte die Funktion des ersten Vorsitzenden bis zum 04.02.1962 aus. In
diesem Zeitraum wurde das Vereinsgeschehen dem Wandel der Zeit angepasst.
Insbesondere trat der Verein zum 01.03.1948 dem Landesfischereiverband
Nord-Rheinland e.V. bei, zumal seitdem erstmals Statuten festgelegt waren.
Zu
Beginn der 50-iger Jahre wurden erste Wettbewerbe im sportlichen Fischen mit
Beteiligung anderer Angelsportvereine durchgeführt, zuerst wohl 1954 mit dem
Angelsportverein Gut-Fang Homberg.
1955 gelang es dem Angelverein das Baggerloch Bornheim, für den Angelsport
zu nutzen. Die Vereinsversammlung honorierte diese Bemühungen mit der
Ehrenmitgliedschaft für Anton Flohr. Karl Stasch, der dem Verein noch nicht
angehörte, wurde direkt als Ehrenmitglied aufgenommen. Darüber hinaus
erhielt das Gewässer den noch heute gültigen Namen „Karl-Anton-Wasser“. Um
einem gezielten Aufbau des Fischbestandes nicht entgegenzuwirken, war das
Angeln im „Karl-Anton-Wasser“ zunächst nur an 2 Tagen in der Woche erlaubt.
Das die im Verband organisierten Vereine schon damals eine große
Solidargemeinschaft bildeten, ist dem Protokoll vom 10.10.1958 zu entnehmen.
Als es nämlich darum ging, den Verband zur Führung eines Musterprozesses
gegen Abwassersünder zu unterstützen, stellte der Verein umgehend einen
Geldbetrag von 60,00 DM zur Verfügung.
Vorsitzender in der Zeit von 1962 bis Februar 1969 war Sportfreund Manfred
Rixen. Durch seine Beziehungen und Vermittlungen wurde dem Verein
ermöglicht, Fischbesatz, hauptsächlich Karpfen und Zander, aus
Privatgewässern in die Vereinsgewässer kostenlos einzusetzen.
Erstmals wurde zur Regelung der umfangreichen Arbeiten an den
Vereinsgewässern eine Arbeitsdienstordnung beschlossen. Jedes
Vereinsmitglied hatte 30 Stunden im Jahr zu abzuleisten.
Bei der Lineg wurde erreicht, dass das Repelener Meer ausschließlich dem ASV
Petri-Heil Repelen zur Verfügung steht.
Neu aufgenommene Mitglieder mussten als Ausgleich für geschaffene Sachwerte
und hegerische Einsätze eine Aufnahmegebühr von 50,00 DM zahlen. Die
Mitgliederversammlung beschloß am 02.02.1964, eine Jugendgruppe zu bilden.
Die Leitung dieser Gruppe, die zunächst aus Kindern von Vereinsmitgliedern
bestand, übernahm Sportfreund Dietrich Trompetter. Dieses Amt versah er 15
Jahre lang. Für Verdienste um die Jugend wurde er dann zum Ehrenmitglied
ernannt.
Am
13.05.1965 wurde der Verein in das Vereinsregister beim Amtsgericht Moers
eingetragen.
Aus beruflichen Gründen trat Manfred Rixen in der Jahreshauptversammlung am
02.02.1969 vom Amt des 1. Vorsitzenden zurück. Zum Nachfolger wurde unser
jetziger Ehrenvorsitzende Fritz Plüm gewählt, der sein Amt bis 1980 ausübte.
Durch seinen nimmermüden Einsatz gelang es, weitere wesentliche
Voraussetzungen für ein gedeihliches Zusammenwirken und Wachsen des Vereins
zu schaffen.
So
konnte 1971 ein Teil des Karl-Anton-Wassers von den Eheleuten Giesen
angepachtet werden. Über die restlichen Wasserflächen wurden Verhandlungen
mit der Auskiesungsfirma Hülsken geführt. Die getroffenen Vereinbarungen
haben heute noch Bestand.
1972 konnte ein Pachtvertrag mit dem Landwirt Krüssmann für das
Krüssmann-Baggerloch am Hohen Weg bis 1997 abgeschlossen werden. Ende 1973
fasste die Vereinsversammlung einen Beschluss, an dem wir uns heute noch
erfreuen können, die von der Firma Schmitz in das Vereinseigentum
übergegangene Wiegebude soll als Vereinsheim ausgebaut werden. Unter
Beteiligung vieler Vereinsmitglieder wurde das Vereinsheim am 15.6.1974
fertig gestellt und eingeweiht.

Vereinsheim ASV
Repelen

Vereinsheim ASV Repelen Innenansicht
Der heutige Eigentümer des Karl-Anton-Wassers ist der KVR (Kommunalverband
Ruhr).
Nach mehreren Wechseln des Vereinslokals wurde 1976 Friesen/Holtkamp zum
neuen Vereinslokal bestimmt. Dort fühlte der Verein sich bis zur Schließung
des Lokals 2004 wohl.
Als schwierig sollten sich die Zugangsmöglichkeiten am Krüsmann-Baggerloch
erweisen. Nach langen Überlegungen hat der Verein 2 Morgen Grundstücks- und
Wasserflächen am Hohen Weg erworben. Durch geübte Disziplin und ohne Einsatz
von Fremdmitteln wurde aus den Vereinsreihen der Kaufpreis von 30.000,00 DM
aufgebracht. Damit war weiterhin ein Zugang zum Gewässer gewährleistet.
Sicherlich mussten in den darauf folgenden Jahren Einschränkungen beim
Fischbesatz gemacht werden. Aus heutiger Sicht war diese Entscheidung
richtig. 1978 standen wieder 4.000,00 DM für Fischbesatz zur Verfügung, 1980
bereits 10.000,00 DM.
Nachdem Fritz Plüm aus Altersgründen zurückgetreten war, wurde Jürgen
Uhlenbruch in der Jahreshauptversammlung am 13.01.1980 zum 1. Vorsitzenden
gewählt.
Als Ziel hatte sich der neugebildete Vorstand gesetzt, das bisher
Geschaffene zu erhalten und die Verhältnisse den Erfordernissen eines
Vereins von mittlerweile 223 Mitgliedern, davon 21 Jugendliche, entsprechend
anzupassen. So wurden zum Beispiel die Vereinsstatuten unter
Berücksichtigung der neuen Verbands- und Landesbestimmungen geändert. Der
Vereinsjugend kam besondere Bedeutung zu. Ihr wurde zwecks Förderung der
Eigenständigkeit die Bewirtschaftung des Repelener Meeres übertragen. Sie
erfährt auch ansonsten jegliche Unterstützung durch den Verein. Weiteres
Bestreben ist die Aufrechterhaltung der Kameradschaft innerhalb unseres
Vereins sowie mit den befreundeten Vereinen.
1994, nachdem das Wettkampffischen gesetzlich verboten wurde, entschloss
sich der Verein, den Verband VDSF zu verlassen, da dieser jegliche
Unterstützung zur Erhaltung des sportlichen Fischens vermissen ließ. Der
Verein schloss sich dem neu gegründeten DAV (Deutscher Angelverband 1994)
an, der auch gleichzeitig Mitglied im Deutschen Naturschutzbund ist, um die
Ziele des Vereins realisieren zu können.
Das Amt des 1. Vorsitzenden hatte Jürgen Uhlenbruch bis zu seinem viel zu
frühen Tod 1997 inne. Nach seinem Tod wurde in der Jahreshauptversammlung im
Februar 1998 Gerd Zielatkiewicz zum neuen Vorsitzenden gewählt.
Als vorerst letztes "Grossprojekt" wurde 2003 unter großem persönlichen
Einsatz vieler Mitglieder die alte Wiegebude renoviert. Eine zeitgemäße
Isolierung und neue Fenster sowie der komplette Innenumbau machten unser
Vereinsheim fit für die nächsten 30 Jahre.
Als unser Vereinslokal Friesen/Holtkamp 2004 schloss, wurde erstmals das
bisher übliche Jahresfest im November durch ein sehr erfolgreiches
Sommerfest am Karl-Anton-Wasser ersetzt.
Am
5.2.2006 ging eine Aera zu Ende. Nach mehr als 25 Jahren Vorstandsarbeit
musste der erste Vorsitzende Gerd Zielatkiewicz aus gesundheitlichen Gründen
seinen Rücktritt erklären und die Führung der Geschäfte bis zur Neuwahl 2007
in die Hände des 2. Vorsitzenden Hans-Dieter Trompetter legen.
Der alle drei Jahre neu zu wählende Vorstand betreut und verwaltet derzeit
ca. 260 Mitglieder/Senioren und ca. 20 Mitglieder/Junioren.
Nach der Neuwahl im Jahre 2010 setzt sich der Vorstand wie folgt zusammen:
Vorsitzender : Jörg Skoupi
1.
Schriftführer : Hans-Dieter Trompeter
2.
Schriftführer : Markus Stankowski
1. Kassiererin : Ute Drenda
2. Kassierer : Frank Dreißig
1. Sportwart : Siegmund Paterok
2. Sportwart : Rolf Pixa
1. Hafenmeister : Uwe Braun
2. Hafenmeister : Thorsten Greiner
Gerätewart : Eddy Röll,
Manfred Lehmann
1. Jugendwart : Detlef Hiller
2. Jugendwärtin : Kerstin Schloßmacher
Fischereiaufseher : Werner Garau, Stefan Schild, Klaus Urban, Hendrik
Kühnen, Jürgen Sander
|